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Zwei taiwanische Autoren in Berlin: Yinning WU und Mingyi WU
Mingyi WU
Mingyi Wu
06.06.2012. Die Taipeh Vertretung präsentiert am Mittwoch, 27. Juni 2012, um 18:30 Uhr im KULTURcafé Quchnia am Gendarmenmarkt (Markgrafenstr. 35, 10117 Berlin) zwei bekannte taiwanische Autorentalente. Die beiden vielseitigen Literaturschaffenden lesen Auszüge aus ihren aktuellen Werken. Die deutsche Fassung der Texte liest die Journalistin Claudia Wessling.

Die Reporterin und Essayistin Yinning WU (Jg. 1972) stammt aus der Gemeinde Hsichou in Zentraltaiwan. Sie studierte Rechtswissenschaften an der Dongwu Universität und war als Redakteurin bei der Taiwan Daily tätig. Heute arbeitet sie im Gemeindeamt von Hsichou und engagiert sich in verschiedenen sozialen Bewegungen. Im Jahr 2001 reiste sie nach Mexiko, in das selbstverwaltete Gebiet der zapatistischen Befreiungsbewegung und lebte dort unter Revolutionären und Indianern. Über ihre Erfahrungen, die ihre Weltanschauung nachhaltig prägten, berichtet sie in dem Reportagenbuch „Masken des Dschungels“.
In ihren Schriften zeigt Yinning Wu ein großes Einfühlungsvermögen für gesellschaftliche Realitäten. 2005 entstand ihr zweites Werk, „Wo ist unser Land? Zur Lage der Landwirtschaft in Taiwan“, in dem sie sich mit der Entwicklung und den Schwierigkeiten der taiwanischen Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. In ihrem dritten Buch. „Blumen auf der Klippe“, veröffentlichte sie Gedichte aus mehr als zwölf Jahren Schaffenszeit und bewies damit auch lyrische Qualitäten.

Mingyi WU (Jg. 1971), in Taoyuan bei Taipei geboren, promovierte in Chinesischer Philologie an der Nationalen Zentralen Universität in Taiwan und lehrt heute an der Nationalen Dong Hwa Universität. Der vielseitige Autor beschäftigt sich auch mit Literaturforschung, Malerei, Fotografie und Reisen. Er veröffentlichte bisher drei Essaybände („Schmetterlingsjournal“, „Der Weg des Falters“, „Mein Haus liegt sehr nahe am Wasser“) sowie drei Werke mit Erzählungen („Wegen Feiertags geschlossen“, „Großvater Tiger“, „Der Zauberer auf der Fußgängerbrücke“). Außerdem sind bisher zwei Romane erschienen („Flugroute des Schlafs“, „Der Mann mit den Facettenaugen“). Wu erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Literaturpreis der Tageszeitung China Times für eines der zehn besten Bücher des Jahres und den Großen Preis für Romane und Erzählungen der Internationalen Buchmesse Taipei. Insbesondere seine Essays, „Schmetterlingsjournal“ und „Der Weg des Falters“, haben das literarische Schreiben über die taiwanische Natur nachhaltig verändert.
Mit seinem 2011 veröffentlichten Roman, „Der Mann mit den Facettenaugen“, erschafft der Autor eine komplizierte Erzählung aus unterschiedlichen Sichtweisen. Das symphonische Gedicht spiegelt seelische Einsamkeit, menschliche Mühsal, die Wandelbarkeit der Natur sowie Wechselwirkungen von Mensch und Umgebung wider. Dabei betrachtet Mingyi Wu viele Teile der Gesellschaft und ihre Beziehungen zur Umwelt überaus kritisch.

Moderator des Abends ist Thorsten Dönges, Kurator beim Literarischen Colloquium Berlin (LCB).
Jeder Gast erhält zur Begrüßung ein alkoholfreies Getränk. Der Eintritt ist frei.



ANMELDUNG
Bitte bis zum 25. Juni 2012
unter Tel: 030-20361-400, Fax: 030 – 20361 410 oder
per E-mail: pressetaipeh-berlin@gmx.de

ZEIT
Mittwoch, 27. Juni 2012
18:30 Uhr

ORT
KULTURcafé Quchnia
Markgrafenstr. 35
10117 Berlin


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